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Häutungshemd - Spur

 
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norbert
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.07.2005
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: So März 07, 2010 10:38    Titel: Häutungshemd - Spur Antworten mit Zitat

Hallo,

die folgenden Bilder zeigen m.E. eine kleine "Spur", welche ein Aeger bei seiner Häutung, welche offenbar in unmittelbarer Bodennähe vollzogen wurde, hinterlassen hat.

In Frage kommen für mich nur Aufsetzmarke des Häutungshemdes oder eben die genannte Spur.

Zur Aufsetzmarke:

dagegen spricht natürlich die Tiefe der Eindrücke und die Leichtigkeit des Häutungshemdes andererseits. Auch die Lage des Häutungshemdes passt nicht zu den Eindrücken, wenn es eine Aufsetzmarke sein soll. Mir selber ist lediglich bei Krebsen die Aufsetzmarke eines Antrimpos aus der Sammlung Leich bekannt, allerdings handelt es sich hier offensichtlich um ein vollständiges Individuum. Auch hätte der Carapax, welcher neben den Eindrücken liegen müsste, wegen seiner eher runden Form nicht solche punktuellen Eindrücke hinterlassen.

Zur Spur:

die Lage der Eindrücke passt genau zur Lage des üblichen "Ausstiegs" bei den Schwimmkrebsen, die Grenze zwischen Abdomen und Carapax.
Bei einer Häutung in Bodennähne sind solche Eindrücke natürlich gut denkbar und dass es ein Häutungshemd ist, ist ja offensichtlich.

Ich denke, dass diese Spur natürlich bei weitem keinen Vergleich mit der wunderbaren Spur des von Roger im Forum gezeigten Krebses aushält (dieses Teil ist geradezu einmalig, ich habe es natürlich verglichen).

http://forum.solnhofen-fossilienatlas.de/viewtopic.php?t=171&start=0

Aber m.E. ist es eine bei der Häutung erfolgte "Minispur".

Es lassen sich dann natürlich etliche Theorien über Wassertiefe und Lebensfeindlichkeit anstellen.

Das Übersichtsbild zeigt, dass außer diesen Spuren keine weiteren Eindrücke auf der Platte sind, die Unruhe steht also mit dem Häutungshemd in unmittelbarem Zusammenhang. Der Abdruck eines Speiballens oder so was Ähnliches scheiden m.E. auch völlig aus.

Hier nun die beiden Bilder:

Grüße,
Norbert
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Oecoptychius
Forum-Fortgeschrittener


Anmeldungsdatum: 06.08.2006
Beiträge: 174
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: So März 07, 2010 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert,

also auf jedenfall handelt es sich um einen Häutungsrest. Ob drumherum noch deutliche oder nur schemenhafte oder womöglich gar keine Spuren zu erkennen sind, hängt mit der Konsistenz der Schlickoberfläche während des Häutungsvorgangs zusammen. Auch Bakterienmatten spielen da eine Rolle. Wenn noch kaum Bakterienmatten ausgebildet waren und der Schlick breiig weich, so konnten höchstens undeutliche Spuren entstehen. War der Schlick hingegen zäh, wurde jede Störung der Oberfläche quasi eingefroren, wie bei dem zitierten Stück. Ich kenne ziemlich viele Häutungsspuren, fast alle aus dem Gebiet der Langenaltheimer Haardt, und zwar von Eryon, Aeger, Antrimpos und Mecochirus.

Gruß Günter
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norbert
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.07.2005
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: So März 07, 2010 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

und Dank an Günter für die Hinweise. Also, wenn ich das recht verstehe, hat der Krebs bei der Häutung diese Spuren in dem zähen Schlick hinterlassen.

Für mich ergibt sich die Frage, wo denn diese Häutungen in der Regel stattfinden. Am Boden oder innerhalb der Wasserschicht, also ohne Bodenkontakt ?

Grüße,
Norbert
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Oecoptychius
Forum-Fortgeschrittener


Anmeldungsdatum: 06.08.2006
Beiträge: 174
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: Di März 09, 2010 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert,
Das ist von Art zu Art verschieden. In den Plattenkalken selbst besteht nur die Möglichkeit am Boden. Sonst häuten sich Krebse lieber versteckt, z.B. in Riffhöhlen. Was ich sagen wolte war, dass nicht jeder Hätungsvorgang auch Spuren hinterlässt.

Gruß Günter
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norbert
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.07.2005
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: Di März 09, 2010 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günter,

vielen Dank, jetzt ist mir die Sache klar...... Wink

Grüße,
Norbert
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